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Essstörungen

Eine Essstörung ist eine psychosomatische Erkrankung, die ernst genommen werden sollte. Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der eine Essstörung hat, bieten wir kompetente Unterstützung.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Gedanken ständig ums Essen oder um Ihr Gewicht kreisen? Fühlen Sie sich gestresst, wenn es ums Essen geht, oder ziehen Sie sich zunehmend zurück? Erleben Sie Ängste, die Ihr tägliches Leben beeinflussen, oder bemerken Sie Veränderungen in Ihrem Essverhalten?

Wenn das Essen oder Nicht-Essen eine übermäßig große Rolle einnimmt, kann das sehr belastend sein: die Nahrungsaufnahme stresst, Einladungen zum Essen werden aus dem Weg gegangen. Einsamkeit und Rückzug können die Folge sein. Aber auch die Familie und enge Bezugspersonen leiden darunter. Sie fühlen sich oft machtlos.

Im FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg sind wir auf Essstörungen spezialisiert. Wir begleiten Frauen und Mädchen einfühlsam, beraten individuell und zeigen Wege auf, wie Sie wieder mehr Sicherheit und Selbstbestimmung im Umgang mit Essen und Körper gewinnen können. Dabei respektieren wir Ihre Situation und sorgen für einen geschützten, vertraulichen Rahmen.

Wen beraten wir zum Thema Essstörungen?

  • Betroffene Frauen* und Mädchen
  • Angehörige und Bezugspersonen
  • Kolleg*innen und Vorgesetzte
  • Fachkräfte im schulischen Umfeld

Arten der Essstörung

 Essstörungen können sich ganz unterschiedlich äußern. Die häufigsten Formen sind:

Anorexie (Magersucht)
Bei der Magersucht herrscht Angst vor Gewichtszunahme. Betroffene empfinden sich als zu dick, obwohl sie dünn sind. Das Essen wird immer stärker eingeschränkt, um nicht zuzunehmen. Oft ist dieses Essverhalten mit übermäßig viel Sport gepaart. Die Folge: eine starke Gewichtsabnahme, die im Extremfall zum Tod führen kann.

Bulimie (Ess-Brechsucht)
Die Bulimie äußert sich in regelmäßigen Essanfällen. Um das Körpergewicht zu regulieren, werden nach dem Essen Abführmittel eingenommen oder die Nahrung bewusst erbrochen.

Binge-Eating (Essanfälle)
Bei dieser Form kommt es zu einem unkontrollierten Essverhalten. In kurzer Zeit werden große Mengen an Nahrungsmitteln verspeist. Anders als bei der Bulimie werden keine Gegenmaßnahmen (Abführmittel oder herbeigeführtes Erbrechen) ergriffen. 

Adipositas (Esssucht)
Bei der Esssucht wird übermäßig viel gegessen. Den Betroffenen fällt es schwer, ein Sättigungsgefühl zu verspüren und ihr Essverhalten zu kontrollieren. Oft wird Essen als das einzig Schöne empfunden. Die Folge dieser Esssucht ist ein starkes Übergewicht. Eine Adipositas liegt vor, wenn der Body-Mass-Index (BMI) größer als 30 kg/m2 beträgt.

Eine klare Abgrenzung ist nicht immer möglich. Es existieren Mischformen oder eine Essstörung geht in eine andere über. Egal, um welche Form der Essstörung es geht: Wir beraten und klären auf.

Das FrauenGesundheitsZentrum setzt sich für Ihre Gesundheit ein!

Frauenspezifische Gesundheit ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erkrankung, ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen und der Inanspruchnahme von Leistungen. Doch in der Gesundheitsforschung und der Medizin werden Frauen immer noch benachteiligt.

Bei Symptomen, Medikamenten und Behandlungsmethoden von Erkrankungen stehen Männer im Mittelpunkt, da sich die Forschung vorwiegend auf Männer bezieht. Erkrankungen werden bei Frauen und Mädchen zu spät erkannt oder nicht optimal behandelt.

Das möchten wir ändern.

Deshalb setzt sich das FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg für eine frauen- und mädchengerechtere Medizin und Gesundheitspolitik ein.