Essstörung: Beratung für Betroffene
Eine Essstörung kann sehr belastend sein und Ihre Beziehung zu anderen Menschen beeinträchtigen. Wenn Sie sich durchs Essen gestresst fühlen, Einladungen zum Essen aus dem Weg gehen oder Ihre Gedanken ständig ums Essen kreisen, dann brauchen Sie Hilfe. Ganz gleich, ob Magersucht, Bulimie, Binge-Eating oder Adipositas – bei uns erhalten Sie ausführliche Informationen über die unterschiedlichen Arten der Essstörung.
Unsere Mitarbeiterinnen beraten, begleiten und unterstützen betroffene Frauen und Mädchen auf ihrem Weg.
Anzeichen einer Essstörung
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einer Essstörung leiden, schauen Sie sich die folgenden Fragen an. Diese helfen Ihnen eventuell bei der Einschätzung, ob Sie von dieser Erkrankung betroffen sind:
- Halten Sie sich ständig für zu dick?
- Fragen Sie sich öfter, ob Sie heute noch etwas essen dürfen?
- Essen Sie manchmal heimlich?
- Essen Sie tagsüber nicht, wenn Sie abends zum Essen verabredet sind?
- Essen Sie manchmal oder regelmäßig unkontrolliert große Mengen?
- Haben Sie das Gefühl, immer weiteressen zu müssen?
- Kreisen Ihre Gedanken nur noch um Essen, Sport und Aussehen?
- Nehmen Sie Abführmittel oder erbrechen Sie das Essen, um nicht zuzunehmen?
- Fühlen Sie sich durch Ihr Essverhalten eingeschränkt?
- Empfinden Sie Freizeitbeschäftigungen und Beziehungen wegen Ihres Essverhaltens als anstrengend oder unmöglich?
Falls Sie sich auch in diesen Fragen wiederfinden, rufen Sie uns an unter 06221-21317.
Wir beraten Sie unabhängig und anonym.
Unser Beratungskonzept
Wir beraten entweder persönlich in unseren Räumlichkeiten oder telefonisch. Es muss weder eine Diagnose vorliegen noch ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt sein. Unsere Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht und sichern Ihnen Anonymität zu.
Wenn Sie sich zu einer Beratung entscheiden, heißt das nicht, dass Sie sich auch wegen Essstörung behandeln lassen müssen. Sie entscheiden, ob und welche Hilfe Sie annehmen möchten. Unsere Aufgabe ist es, Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen und zu begleiten. Sie können frei über Ihre Gedanken und Gefühle sprechen. Alles darf gesagt werden. Wir werten nicht und haben keine Erwartungen an Sie. Wir hören Ihnen zu und gehen ganz individuell auf Ihre Fragen und Sorgen ein.
Beratungskosten
Unser Angebot steht allen betroffenen Frauen und Mädchen offen. Das Erstgespräch ist kostenfrei. Bei Mehrfachberatung freuen wir uns über eine Spende in Höhe von 20 – 45€ pro Beratungsgespräch. Für Schüler*innen ist die Beratung kostenfrei.
Wir möchten, dass unser Angebot für alle Betroffenen zugänglich ist. Sollte eine Spende für Sie aus finanziellen Gründen nicht möglich sein, kann diese auch entfallen. Bei uns scheitert keine Beratung am Geld! Sprechen Sie uns bei Unsicherheiten einfach an.
Selbsthilfe
Essstörungen wirken sich häufig negativ auf die Beziehungen und Freundschaften der Betroffenen aus. Sie können zu sozialem Rückzug und Einsamkeit führen.
Frauen, die sich auf dem Weg aus der Essstörung befinden und dabei Unterstützung suchen, bieten wir die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. In unseren Selbsthilfegruppen können sie Erfahrungen teilen und voneinander lernen. Die Gruppentreffen finden alle zwei Wochen in den Räumlichkeiten unserer Beratungsstelle statt.
Das FrauenGesundheitsZentrum setzt sich für Ihre Gesundheit ein!
Frauenspezifische Gesundheit ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erkrankung, ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen und der Inanspruchnahme von Leistungen. Doch in der Gesundheitsforschung und der Medizin werden Frauen immer noch benachteiligt.
Bei Symptomen, Medikamenten und Behandlungsmethoden von Erkrankungen stehen Männer im Mittelpunkt, da sich die Forschung vorwiegend auf Männer bezieht. Erkrankungen werden bei Frauen und Mädchen zu spät erkannt oder nicht optimal behandelt.
Das möchten wir ändern.
Deshalb setzt sich das FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg für eine frauen- und mädchengerechtere Medizin und Gesundheitspolitik ein.
