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Essstörung: Beratung für Angehörige

Eine Essstörung wirkt sich auf die gesamte Familie aus. Enge Bezugspersonen von Betroffenen erleben die Situation häufig als besonders belastend. Ihre Tochter, Schwester, Mutter, Partnerin oder Arbeitskollegin ist an einer Essstörung erkrankt und Sie wissen nicht, wie Sie damit umgehen sollen?

Unsere auf Essstörung spezialisierten Mitarbeiterinnen klären Sie umfassend über die Erkrankung und den möglichen Verlauf auf. Gemeinsam besprechen wir Ihre ganz individuelle Situation und beraten Sie im Umgang mit der Belastung. Sie erhalten Informationen zu Hilfsangeboten und Raum für Ihre Gefühle und Ängste. Sie müssen sich nicht aus Rücksichtnahme gegenüber der betroffenen Person zurücknehmen. Wir beraten telefonisch und persönlich.

Hilflosigkeit und Überforderung als ständiger Begleiter

Eine Essstörung kann bei Angehörigen und Bezugspersonen ein Gefühl der Ohnmacht und Überforderung auslösen.

Wie können Sie helfen? Gibt es falsche Reaktionen, die alles nur schlimmer machen?

Der eigene Stresspegel kann auf Dauer steigen. Vielleicht wollen Sie verstehen, was los ist, wie Sie das Thema ansprechen können.
Oder Sie suchen nach einem Weg, mit dem Essverhalten umzugehen. Manche Angehörige, die eine betroffene Person begleiten, haben nach einiger Zeit das Gefühl, ausgebrannt zu sein.
Oder vielleicht haben Sie Angst um Ihre Tochter, Freundin, Partnerin. All das kann sich erdrückend anfühlen – mit einer Beratung nehmen Sie den ersten Schritt aus dieser Sackgasse.

Unser Beratungskonzept

Wir beraten entweder persönlich in unseren Räumlichkeiten oder telefonisch. Es muss weder eine Diagnose vorliegen noch ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt sein. Unsere Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht und sichern Ihnen Anonymität zu.

Sie entscheiden, ob und welche Hilfe Sie annehmen möchten. Unsere Aufgabe ist es, Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen und zu begleiten. Sie können frei über Ihre Gedanken und Gefühle sprechen. Alles darf gesagt werden. Wir werten nicht und haben keine Erwartungen an Sie. Wir hören Ihnen zu und gehen ganz individuell auf Ihre Fragen und Sorgen ein.

Beratungskosten

Wir möchten, dass unser Angebot für alle Betroffenen zugänglich ist. Sollte eine Spende für Sie aus finanziellen Gründen nicht möglich sein, kann diese auch entfallen. Bei uns scheitert keine Beratung am Geld! Sprechen Sie uns bei Unsicherheiten einfach an.

Selbsthilfe

Die Belastung durch eine Essstörung verursacht in Familien oft ein Ungleichgewicht. Ist auch Ihre Angst um die betroffene Person so groß, dass andere Familienmitglieder in den Hintergrund rücken? Fühlen Sie sich erschöpft und ausgelaugt, weil sie versuchen, die Betroffene zu retten? Diese Erfahrungen prägen. Der Austausch und der Rückhalt Gleichgesinnter können helfen, in ein Gleichgewicht zurückzufinden. Deshalb bieten wir neben Beratungen auch Hilfe in Form von Gesprächsgruppen an.

Das FrauenGesundheitsZentrum setzt sich für Ihre Gesundheit ein!

Frauenspezifische Gesundheit ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erkrankung, ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen und der Inanspruchnahme von Leistungen. Doch in der Gesundheitsforschung und der Medizin werden Frauen immer noch benachteiligt.

Bei Symptomen, Medikamenten und Behandlungsmethoden von Erkrankungen stehen Männer im Mittelpunkt, da sich die Forschung vorwiegend auf Männer bezieht. Erkrankungen werden bei Frauen und Mädchen zu spät erkannt oder nicht optimal behandelt.

Das möchten wir ändern.

Deshalb setzt sich das FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg für eine frauen- und mädchengerechtere Medizin und Gesundheitspolitik ein.