Essstörung: Hilfe durch Selbsthilfe

Eine Essstörung bestimmt Ihren Alltag. Sie wirkt sich auf Beziehungen, Familie und Freundschaften aus. Sie schränkt ein und macht oft einsam. Nicht nur Betroffene leiden darunter. Auch Angehörige und Bezugspersonen empfinden die Essstörung einer nahestehenden Person als belastend: Ängste, Ohnmacht und Wut können die Folgen sein.

Sie suchen Hilfe und möchten sich mit anderen Menschen austauschen, die sich in der gleichen Situation befinden? Da kann das FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg helfen.

Selbsthilfegruppen für Betroffene

Die Teilnahme an einer Gruppe kann Ihnen als Betroffene helfen, mit Ihrer Essstörung besser umzugehen. Die Erfahrung, dass andere Ähnliches erleben, ist unterstützend und tröstend. Das macht es oft leichter, sich zu öffnen. Sie können sich mit den anderen Teilnehmerinnen über Ihre Gefühle und Ängste austauschen. Sie unterstützen und stärken sich gegenseitig. Kein Druck von außen, keine Erwartungen. Eine Gruppe kann sehr hilfreich sein, wenn Sie sich auf den Weg zu einem glücklicheren Leben machen möchten.

Wir folgen dabei dem Prinzip der angeleiteten Selbsthilfe. Insbesondere in der Anfangsphase werden die Treffen von erfahrenen Berater*innen begleitet und angeleitet. Dieser strukturierte Einstieg hilft Teilnehmenden, sich sicher zu fühlen und unterstützt in der Gruppenfindungsphase. Mit der Zeit übernimmt die Gruppe zunehmend selbst die Verantwortung, während die Begleitung schrittweise in den Hintergrund tritt. So entsteht ein unterstützendes Netzwerk, das Eigeninitiative und gegenseitigen Austausch fördert. Ziel ist es, Betroffene auf ihrem Weg zu mehr Selbstverantwortung und einem zufriedeneren Leben zu stärken.

Austauschgruppen für Angehörige

Bei der Selbsthilfe geht es darum, eigenständig einen neuen Weg einzuschlagen. In der Gruppe erfahren Sie Verständnis, Solidarität und Unterstützung. Sie fühlen sich gesehen und mit den anderen Gruppenmitgliedern verbunden. Sie lernen, wieder mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Der Austausch kann eine große Hilfe sein.

Die Gruppe unterstützt Sie auf Ihrem Weg zu einem anderen Umgang mit der belastenden Situation. Sie können neue Verhaltensweisen ausprobieren und sich in der Gruppe Feedback holen. So können Sie gestärkt hervorgehen und Ihrer Tochter, Freundin oder Partnerin, die an einer Essstörung erkrankt ist, eine unterstützende und helfende Begleitperson sein.

 

Das FrauenGesundheitsZentrum setzt sich für Ihre Gesundheit ein!

Frauenspezifische Gesundheit ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erkrankung, ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen und der Inanspruchnahme von Leistungen. Doch in der Gesundheitsforschung und der Medizin werden Frauen immer noch benachteiligt.

Bei Symptomen, Medikamenten und Behandlungsmethoden von Erkrankungen stehen Männer im Mittelpunkt, da sich die Forschung vorwiegend auf Männer bezieht. Erkrankungen werden bei Frauen und Mädchen zu spät erkannt oder nicht optimal behandelt.

Das möchten wir ändern.

Deshalb setzt sich das FrauenGesundheitsZentrum Heidelberg für eine frauen- und mädchengerechtere Medizin und Gesundheitspolitik ein.